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A: Entwurfs- und Planungsmethodik

A03 – Architektonische Entwurf-Konzepte für adaptive Hüllen und Strukturen

Am Konzept des architektonischen Environments untersucht das Teilprojekt A03 Konsequenzen adaptiver Strukturen für die Architektur.

Ziel ist es, grundlegende architektonische Paradigmen und Begriffe im Verhältnis zu den technischen Entwicklungen des SFB 1244 zu diskutieren und das technologische Projekt im Kontext architektonischer Entwurfskultur zu reflektieren. Die Architektur erarbeitet Entwürfe ganzheitlich und nicht deterministisch. Sie integriert soziale, ökonomische, technische, ästhetische und künstlerische Aspekte in einer wertenden Position auf Basis von Entwurfsprozessen. Aus dieser Haltung ergibt sich das reflexive und projektive Potential der Architektur, Adaptivität über enge Disziplingrenzen hinweg zu verhandeln.

Umgekehrt stellen adaptive Strukturen grundlegende Positionen der Architektur in Frage. Daraus ergeben sich folgende wissenschaftliche Fragestellungen für das Teilprojekt A03:

  • Wie kann das überkommene Konzept des Gebäudes als architektonisches Objekt und abgeschlossene Einheit in Zusammenhang mit dem Konzept der Adaptivität typologisch neu gedacht und neu formuliert werden?
  • Wie verändert sich mit der steigenden technischen Komplexität die Rolle der entwerfenden Architekten, die nicht nur auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, sondern auch auf neue Methoden angewiesen sind?
  • Wie muss das Konzept der Nutzer, die ein Produkt oder einen Raum des Ultraleichtbaus wahrnehmen, nutzen, bewohnen oder durch Interaktion mitgestalten, verändert werden?

Das architektonische Gebäude als eine abgeschlossene Einheit soll durch das Konzept des architektonischen Environments ersetzt werden. Es gilt, einen typologischen Ansatz in der Architektur zu revidieren und ein neues Denkmodell zum Entwurf zu entwickeln. Das architektonische Environment ist mehr als ein Funktionsraum und eine ästhetische Situation in Echtzeit. Es impliziert Nutzer, die interagieren und die sich durch aktive Steuerungsvorgänge der Adaptivität sowie passive Verhaltensweisen beteiligen. Das architektonische Environment reagiert auf Nutzer, die umgekehrt das Environment als „Handlungskatalysator“ wahrnehmen können.

In der komplexen Relation zwischen Nutzern und Environment geht es auch um veränderte ästhetische Wahrnehmungen und um räumliche Qualitäten, die zu reflektieren sind. Es ist zu diskutieren, inwieweit das architektonische Environment erst durch die Beteiligung der Nutzer als funktions- bzw. aktionsfähig erscheint. Indem es das Vorgehen bei architektonischen Entwürfen untersucht, fungiert das Teilprojekt A03 als Vermittler im SFB.

Teilprojektleiter

  • Prof. Dr.-Ing. Mona Mahall, Professorin für Architektur und Kunst, Studiengang Architektur
     
  • Prof. Dr.-Ing. Asli Serbest, Professorin für Temporäre Bauten, Fachbereich Kunst und Design

Ansprechperson

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Prof. Dr.-Ing.

Mona Mahall

Teilprojektleiterin